Zusammenarbeit im Team verbessern

Ein Team kann fachlich hervorragend besetzt sein und trotzdem Schwierigkeiten in der Zusammenarbeit haben. Informationen gehen verloren, Aufgaben bleiben liegen oder Abstimmungen kosten unnötig viel Zeit. Oft liegt die Ursache weniger bei einzelnen Personen als in der Art der Zusammenarbeit. Menschen bringen unterschiedliche Erfahrungen, Erwartungen und Arbeitsweisen mit. Gleichzeitig sind sie darauf angewiesen, dass Aufgaben ineinandergreifen. Gute Zusammenarbeit entwickelt sich dort, wo ausreichend Klarheit darüber besteht, wie das gemeinsame Arbeiten funktionieren soll.

 

 

Gemeinsame Ziele schaffen Orientierung

 

Menschen können sehr engagiert arbeiten und trotzdem in unterschiedliche Richtungen laufen. Das passiert beispielsweise, wenn einzelne Bereiche verschiedene Prioritäten verfolgen oder Teammitglieder unterschiedliche Vorstellungen davon haben, was ein gutes Ergebnis ausmacht.

Ein gemeinsames Ziel schafft einen Bezugspunkt. Es hilft dabei, Entscheidungen und unterschiedliche Interessen im Zusammenhang mit dem gemeinsamen Ergebnis zu betrachten. Fehlt dieser Bezug, wird aus Zusammenarbeit schnell ein Nebeneinander einzelner Aufgaben.

Rollen und Erwartungen beeinflussen das Miteinander

 

Viele Reibungen entstehen an den Übergängen zwischen Aufgaben und Verantwortlichkeiten. Wer entscheidet? Wer liefert Informationen? Wer übernimmt eine Aufgabe, wenn etwas Unvorhergesehenes passiert? Welche Unterstützung darf voneinander erwartet werden? Solche Fragen werden im Arbeitsalltag häufig vorausgesetzt, obwohl die Antworten für die Beteiligten keineswegs selbstverständlich sind.

Unterschiedliche Erwartungen bleiben oft lange unbemerkt. Sichtbar werden sie erst dann, wenn etwas nicht funktioniert. Die eine Person empfindet ein Verhalten als selbstverständlich, während die andere genau dieses Verhalten vermisst.

Gute Zusammenarbeit im Team entsteht, wenn Aufgaben, Erwartungen und Schnittstellen gut aufeinander abgestimmt sind.

Teams entwickeln eigene Gewohnheiten

 

Mit der Zeit entstehen in jedem Team bestimmte Gewohnheiten. Wie Informationen weitergegeben werden, wie Entscheidungen entstehen oder wie offen Probleme angesprochen werden, entwickelt sich häufig nebenbei.

Viele dieser Abläufe erleichtern die Zusammenarbeit, andere können sie unbemerkt erschweren. Informationen werden vielleicht regelmäßig nur zwischen einzelnen Personen ausgetauscht, Entscheidungen entstehen immer im selben kleinen Kreis oder Besprechungen entwickeln ihre eigene Dynamik. Solche Muster fallen oft erst auf, wenn etwas nicht mehr funktioniert oder neue Teammitglieder hinzukommen. 

 

 

Vertrauen beeinflusst den Austausch

 

Zusammenarbeit lebt davon, dass Informationen geteilt, Fragen gestellt und Probleme sichtbar gemacht werden können. Wenn Menschen befürchten, für einen Fehler sofort bewertet zu werden, halten sie Schwierigkeiten möglicherweise länger zurück. Wer erlebt, dass eigene Beiträge kaum berücksichtigt werden, beteiligt sich mit der Zeit weniger. Vertrauen prägt deshalb, wie offen ein Team miteinander umgeht. Es entsteht durch viele Erfahrungen im Alltag: Wie wird auf unterschiedliche Meinungen reagiert? Wie verlässlich sind Absprachen? Wie gehen Teammitglieder miteinander um, wenn etwas schiefläuft? Diese Erfahrungen bestimmen mit, wie selbstverständlich Zusammenarbeit erlebt wird.

 

 

Gute Zusammenarbeit bedeutet nicht ständige Einigkeit

 

Teams brauchen keine vollständige Übereinstimmung. Unterschiedliche Perspektiven können Entscheidungen verbessern und auf Aspekte aufmerksam machen, die sonst übersehen würden. Es macht jedoch einen großen Unterschied, wie damit umgegangen wird. Wenn verschiedene Sichtweisen als persönlicher Angriff erlebt werden, entstehen schneller Spannungen. Können sie als Beitrag zum gemeinsamen Ergebnis betrachtet werden, bleiben unterschiedliche Positionen leichter im Austausch. Gute Zusammenarbeit zeigt sich deshalb auch darin, Unterschiede auszuhalten, ohne dass daraus dauerhaft Gegeneinander entsteht.

 

 

Fazit: Gute Zusammenarbeit beginnt beim eigenen Beitrag

 

Gute Zusammenarbeit entsteht im gemeinsamen Alltag. Klare Erwartungen, verlässliche Absprachen und ein offener Umgang mit Informationen tragen dazu ebenso bei wie die Bereitschaft, andere Meinungen einzubeziehen. Jeder Einzelne kann dazu beitragen: indem er eigene Erwartungen sichtbar macht, Vereinbarungen verlässlich einhält, wichtige Informationen weitergibt und Unklarheiten anspricht, bevor daraus Frust entsteht. Dabei lohnt sich auch der Blick auf das eigene Verhalten: Was erleichtert anderen die Zusammenarbeit mit mir und wo trage ich selbst zu Reibungen bei? Wer Zusammenarbeit so betrachtet, richtet den Blick weniger darauf, was „die anderen“ ändern sollten, und stärker auf den gemeinsamen Beitrag zum Miteinander.

Das DiSG-Teamtraining für bessere Zusammenarbeit macht unterschiedliche Verhaltens- und Arbeitsweisen im eigenen Team konkret sichtbar. Auf Basis ihrer persönlichen DiSG® Profile verstehen die Teilnehmenden besser, was sie selbst und andere in der Zusammenarbeit brauchen, und entwickeln daraus praktische Lösungen für ihr Team.

 

 

Aktuelle Impulse auf LinkedIn

 

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